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Freitag, 26. August 2011

Auf Spurensuche – auf den Wegen des Vertrauens durch Madrid - „Noche por la Paz“

Die Gemeinschaft aus Taizé hat mich vor einigen Jahren gelehrt, auf die Suche nach den Spuren Jesu in unserem Leben zu gehen und Vertrauen zu wagen. So habe ich dies auch in Madrid versucht. Immer wieder konnte ich während unserer Fahrten in der Metro von Madrid Menschen treffen, die mit dem WJT und Glauben nur wenig anfangen konnten. Trotz ihrer Skepsis und ihrer anfänglich ablehnenden Haltung, ließen sie sich von unserer Glaubensfreude, die wir ausstrahlten, anstecken und öffneten sich zu kurzen, intensiven Gesprächen.

Ich denke da z.B. an eine blinde Frau mit Blindenhund. Sie saß etwas verloren und verunsichert in der Metro zwischen der laut singenden Schar von WJT-Teilnehmer/innen. Als ich sie ansprach, wollte sie das Gespräch zuerst ablehnen. Ganz vorsichtig konnte ich jedoch Zugang zu ihr gewinnen und ihr erklären, wie wichtig es für die jungen Menschen sei, ihren Glauben in einer großen, tragenden Gemeinschaft zu feiern, zu erfahren, dass ihr Glaube Zukunft hat und zu spüren, dass die Liebe unseres Gottes aus uns herausstrahlt. Da bemerkte ich, wie diese Frau plötzlich aufbrach, sich ein Lächeln des Verstehens auf ihren Lippen zeigte… Ganz leise begann sie von ihren eigenen, schon lange vergrabenen Erfahrungen zu berichten. Als sie aussteigen musste, verabschiedete sie sich mit großer Dankbarkeit, weil sie sich wahrgenommen und getragen fühlte, weil sie Etwas wiederentdeckt hatte…


Eine der berührendsten Veranstaltungen des WJT war für mich die „Noche por la Paz“ (die Nacht für den Frieden), die von der Communauté du Chemin Neuf am Freitagabend auf der Plaza de Oriente angeboten wurde.

Ich war überrascht, wie viele junge Menschen sich dort zusammen gefunden hatten, um miteinander zu singen, zu beten und Glaubenszeugnisse zu hören. Ganz ungezwungen konnte sich Jede/r in die Ecken des Platzes zurückziehen und dort in besonders gestalteten Gebetsecken ein Gebet oder auch einen längeren Brief niederschreiben. Überall waren Friedenslichter aufgestellt. In den, an den Platz angrenzenden Buchsheckengängen fanden wir die Möglichkeit, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen. Trotz des Gesanges und der instrumentellen Begleitung lag eine unbeschreibliche Ruhe über diesem Platz. In der eucharistischen Anbetung wurde ganz leise spürbar, was wirklich zählt in unserem Leben. Frieden breitete sich aus und eine tiefe Gemeinschaft wurde erfahrbar…

Ein wohltuendes Zeichen nach der Gegendemo von Mittwochabend …


Schön, dass Gemeinschaften wie die Dienerinnen des Evangeliums, Chemin Neuf oder Taizé uns auf unserem Glaubensweg begleiten…



von Monika

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