Herzlich Willkommen!

Hast du Anregungen, Kritik, Ideen für diesen Blog oder möchtest du einen Artikel veröffentlichen, den du über eine CRUX-Aktion geschrieben hast. Hast du vielleicht einen guten Webtipp oder möchtest von einem Buch erzählen, das du gelesen hast? Wir freuen uns über deine Mail an blog@crux-koeln.de!

Montag, 18. Juni 2012

ES IST WIEDER EM...

Der Ball ist rund... und das wird momentan wieder richtig zelebriert, mit allem, was dazu gehört. Gesten, Gesänge, Rituale... Der Einzug der Spieler ins Stadion, die festliche Hymne zu Beginn, die Spieleröffnung, Fangesänge, zum Himmel erhobene Hände und und und.
Und wenn man das einmal so unter die Lupe nimmt, dann stellt man fest: So weit ist das von Glauben und Gottesdienst gar nicht entfernt, es gibt massig Parallelen.

Bis auf eines: die überschwängliche Begeisterung, wird der ein oder andere jetzt sagen. Die gibt es irgendwie in der Kirche nicht in solchem Ausmaß. Das ist für viele etwas, das in unserer Kirche, in den Gottesdiensten fehlt: die nach außen überspringende Begeisterung. Beim Fußball gibt es das.

Falsch, denn das stimmt so gar nicht: Denken wir an die Weltjugendtage, besonders an den Weltjugendtag 2005 bei uns in Köln, an die Begeisterung, an die vielen feiernden Menschen, die lachenden Gesichter, die gemeinsamen Gottesdienste.

Jetzt werden einige sagen: Ja, stimmt. Aber nach dem Weltjugendtag kam die Ernüchterung: die Sonntagsmesse war eben wieder die Sonntagsmesse, nicht das Highlight vom Weltjugendtag.

Aber mal ehrlich: So ist es beim Fußball doch auch! Die Fußballspiele auf den Ascheplätzen der Fußballvereine vor Ort, der C-Jugend oder der sogenannten alten Herren locken auch längst nicht alle Fußballbegeisterten am Sonntagnachmittag von der heimischen Couch, von Stadion- und WM-Stimmung kann keine Rede sein, es sind die da, die immer da sind, von Highlight keine Spur. Und sie spielen doch...

Und wir als Christen mit den Situationen in unseren Ortsgemeinden: wir feiern doch Gottesdienst. Bleibt die Frage: Was mache ich, was machen wir draus? Es liegt an jeder und jedem, ob der Funke auch nach außen hin überspringt. Sicher ist eins: Wir brauchen Gemeinschaft, wir brauchen auch Riten, die uns verbinden, wir brauchen den Wechsel von Highlight und Alltag. Nur Highlights werden ziemlich schnell Alltag und bleiben keine Highlights, weil sie Gewohnheit werden. Vielleicht gilt es, das Alltägliche, das Gewohnte mehr zu schätzen und das Highlight in dem Alltäglichen aufzuspüren, nämlich: dass wir eine Gemeinschaft sind, ganz gleich, ob wir eine Millionen, Zehntausend, Hundert oder Zehn sind. Und in dieser Gemeinschaft haben wir die einmalige Chance, Christus zu begegnen, die Gemeinschaft mit ihm zu erfahren. Das ist das eigentliche Highlight. Nicht nur der Ball ist eine runde Sache...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen