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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Tag der Deutschen Einheit

Wieso überhaupt ein geistlicher Impuls zu einem gesetzlichen Feiertag?

Von 1954 bis 1990 wurde in der Bundesrepublik Deutschland der Tag der Deutschen Einheit am 17. Juni gefeiert, und zwar im Gedenken an den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1954.

1990 gab es zwei Tage der Deutschen Einheit, nämlich den 17. Juni und den 3. Oktober. Von nun an war der Feiertag wirklich ein Tag der Einheit. Deutschland war wieder ungeteilt, barrierefrei ohne Mauer.

Und heute, über 30 Jahre nach dem Fall der Mauer: Wie steht es denn mit der Einheit? Auf der Landkarte kein Problem: es gibt nur noch ein gemeinsames, einheitliches Land.


Auf der anderen Seite unterscheiden wir aber oft noch zwischen „Ossis“ und „Wessis“. Vorurteile sind nicht selten. Zugegeben: Dass eine Wiedervereinigung Deutschlands nach 40 Jahren einfach und schnell über die Bühne gehen würde, daran haben nur Träumer geglaubt. Muss auch gar nicht…

Vielleicht regt der diesjährige 3. Oktober ja dazu an, einfach mal nicht so weit hinaus zu illusionieren, sondern dabei anzufangen, was den Menschen wichtig ist, egal, ob sie einst „Wessis“ oder „Ossis“ waren.

Jedem Menschen sind bestimmte Grundwerte wichtig, jeder Mensch braucht gewisse Gegebenheiten, damit er sich als Mensch entfalten kann und seine ihm eigene Würde spüren kann.

Und zu diesen Gegebenheiten zählen unter anderem Heimat und Freiheit.

Heimat, das ist da, wo wir uns wohl und aufgehoben, angenommen fühlen. Dazu gehören zum einen die Menschen um uns herum, zum anderen aber auch eine uns vertraute Kultur in dem Land, in dem wir leben. Und Freiheit gibt uns die Möglichkeit, uns zu entfalten, unsere Möglichkeiten und Begabungen zu nutzen, aber auch mit anderen Menschen und Kulturen in Kontakt zu kommen.

Heimat und Freiheit liegen aber nicht allein in der Hand politischer Ausgangssituationen, sondern auch in unserer je eigenen Hand. Wo wir für Menschen Heimat sind und wo wir es zulassen, dass Menschen sich frei entfalten können, ihr Leben und Lieben, ihren Glauben und ihre Ziele selber gestalten können, da entsteht Einheit auch in der Unterschiedenheit.

Und vielleicht springt eine solche Einstellung auch auf andere über, vielleicht auf ein ganzes Land, einen Kontinent, eine Welt… wahrscheinlich ein wenig illusionär. Aber unmöglich???

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