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Sonntag, 13. Januar 2013

Meine Zeit als Volunteer beim Night-Welcome

Nach einer langen Zugfahrt durch halb Deutschland, ganz Österreich und halb Italien und der Ankunft in der Ewigen Stadt hat das Schicksal mich in die Truppe der Night-Welcome Volunteers geführt. Ich habe nämlich beschlossen zwei Tage früher zum Europäischen Jugendtreffen zu fahren, um bei der Organisation mitzuhelfen.


Unsere Volunteer-Gruppe bestand aus Ukrainern, Polen, Deutschen, Litauern, Italienern, Holländern und Kroaten. Und alle zusammen sollten wir uns um die verlorenen Schafe kümmern, die am Ankunftstag spät nachts angekommen sind, und somit nicht in Ihre Unterkunft fahren konnten. Oder aber um diejenigen, die während des Treffens abends den letzten Bus verpasst haben und deswegen nicht mehr zu ihren Gastfamilien zurückkehren konnten.
Für diese Personen wurde am römischen Hauptbahnhof Termini eine Notunterkunft eingerichtet. Dabei handelte es sich um ein ausrangiertes Obdachlosenheim der Caritas.


Im Gegensatz zu den meisten anderen Quartieren wussten wir nie, wie viele Menschen jede Nacht bei uns übernachten werden. Wir hatten einen kleinen Schlafraum für uns Volunteers und einen großen Schlafsaal für unsere Gäste. Doch so groß dieser Saal auch gewesen sein mag. Stets mussten wir unsere Gäste dazu anhalten sich möglichst eng zu quetschen, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. "Squezze" wurde auf diese Weise zum meist gebrauchten Wort der Nacht. Mal kamen Einzelpersonen, mal kleine Grüppchen und hin und wieder auch ein etwa 40-Mann starker Trupp, die alle übernächtigt, unterzuckert und nicht immer gut gelaunt waren. Um die Laune unserer Gäste ein wenig zu verbessern wurde bei uns kostenloser Taize-Tee ausgegeben, den es dieses Jahr ausnahmsweise sonst fast nirgends beim Europäischen Treffen zu trinken gab.

Nach einer kurzen Einweisung in die Unterkunft und der Zuweisung eines kleinen Schlafplatzes konnten die Gäste ein wenig essen, trinken, (warm!) duschen oder sich einfach schlafen legen.


Eigentlich gäbe es unglaublich viele Geschichten aus dieser Unterkunft zu erzählen:
Verwöhnte Pilger mit Ansprüchen; Menschen, die sich selbst in schwierigsten Situationen nicht aus der Ruhe bringen lassen; eine Pilgerin, die mich aggressiv und mit Körperkontakt(!) angeflirtet hat; Menschen, die polnische Zischlaute nicht mehr hören konnten und eine Überraschung, über die ich mich sehr gefreut habe.


All diese Geschichten werden unter einer klitzekleinen Bedingung gerne herausgerückt:

Das CRUX-Blog-Team möchte gerne wissen, welche Erfahrungen Ihr beim Europäischen Jugendtreffen gemacht habt.
Sollten mindestens fünf Zeugnisse unter blog@crux-koeln.de eingehen, werden auch weitere Geschichten von uns veröffentlicht.

Hinweis: Sollte jemand beim besten Willen keine Idee haben, was er/sie schreiben soll: Es werden auch kommentierte Fotos (oder Videos) akzeptiert!

Kommentare:

  1. kann leider keine Infos geben da ich nicht dabei war!
    Umso spannender der Bericht!
    14.01.2013 Jan

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  2. Wer ist denn das Ich des Beitrags? Ich dachte ja zunächst an Theresa, aber es scheint ja doch eher ein Mann gewesen zu sein...

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  3. Wer sind denn die Ichs der ganzen anonymen Kommentare?
    :]

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