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Sonntag, 3. Februar 2013

Film und Religion: Die Tribute von Panem

„Die Tribute von Panem“ aus dem Jahr 2012 ist der erste Teil einer Film-Triologie, die auf den Büchern von Suzanne Collins basiert. Seit einigen Wochen ist er auf DVD erhältlich.
Worum geht es in dem Sience-Fiction-Film? Knapp formuliert: Jugendliche töten Jugendliche in einem perversen Spiel, dass seit Jahrzehnten von dem grausamen Regime von Panem inszeniert wird.
Was bei den Römern früher die Gladiatoren waren, sind nun in Panem die sogenannten Tribute: Zwei Jugendliche, die einmal pro Jahr jeweils aus einem der 12 Distrikte von Panem per Los gewählt und als Vertreter ihres Distriktes entsandt werden um gegen andere zu kämpfen. Dabei kann allerdings nur einer der 24 Teilnehmer die sogenannten „Hungerspiele“ überleben.
Während des Films erklärt der greise Diktator von Panem, warum: Es müsse immer Hoffnung geben! Nur deshalb überlebt einer die Spiele.
Vor Jahrzehnten probten die Distrikte den Aufstand, der brutal niedergeschlagen wurde. Seit damals müssen sie jährlich zwei junge Menschen als Blutzoll für den Erhalt des Friedens zahlen.
Im Zentrum der Geschichte steht dabei eine junge Frau namens Katniss. Sie opfert sich für ihre kleine Schwester, die ursprünglich gezogen wird, um in den mörderischen Spielen anzutreten. Durch ihr stellvertretendes Opfer wird sie zur Heldin des Films, weil sie bereit ist, aus Liebe zu ihrer Schwester in den sicheren Tod zu gehen.
Und damit bildet Katniss den großen Gegenpol zu ihrer Umwelt, die völlig aus den Fugen geraten ist. Das menschliche Leben zählt nichts. Es herrschen Unterdrückung, Hunger und Elend. Nur in der Hauptstadt von Panem hält sich eine kleine Elite, die sich alles leisten kann und die größte Belustigung aus den Todesspielen zu ziehen scheint.
Katniss ist aber nicht interessiert am Ruhm und an der Eitelkeit der Welt, sie lässt sich nicht von der Oberflächlichkeit anstecken und auch nicht vom Egoismus ihrer Mitmenschen. Während viele ihrer Gegner im Verlauf des Spiels zu brutalen Mördern werden, nur um ihre eigene Haut zu retten, spielt sie in diesem Spiel von Gewalt und Gegengewalt nicht mit, sondern sucht nach einem Ausweg aus der Spirale der Gewalt.
Katniss ist eine Lichtgestalt in einer dunklen Welt, eine moderne Heilige. Gott sei Dank, gibt es solche Menschen nicht nur auf der Leinwand. Unser Glaube kennt viele solcher Menschen, die sich wie Katniss gegen den Hass und für die Liebe entschieden haben und so unsere Welt zum Positiven hin verändert haben, wir nennen sie HEILIGE. Ihre gelebte Liebe steckt an, begeistert und lehrt die Mächtigen das fürchten.
Die katholische Kirche hat mehr als 4000 Menschen offiziell heilig gesprochen: eine Katharina von Alexandrien, die sich für ihren Glauben an Christus auf Räder gespannt zerreißen ließ. Der hl. Franziskus musste sich zuerst von allen Leuten verspotten lassen, bevor sein Beispiel gelebter Liebe tausende Menschen anzog ihm nachzufolgen. Ein Maximilian Kolbe starb lieber stellvertretend den Hungertod in Auschwitz, als dass ein Familienvater geopfert werden musste.
Katniss begeistert durch ihre Selbstlosigkeit und ihren Mut, so wie die Heiligen uns begeistern. Sie begeistern uns, weil sie sich radikal für den Weg der Liebe entschieden haben und wir alle tief in unserem Herzen spüren, dass das der einzige Weg zu einem erfüllten Leben ist.


Pfr. Norbert Fink

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